TIP - Themen- und Informationspark e.V.
Lausitzer Seenland

Schauwerkstatt und Modellbauaustellung in der ehemalige Puschkin-Schule
Sprembergerstraße 18 - 03119 Welzow in Zusammenarbeit mit der
Kleinen Lausitz - Erlebnis- und Miniaturenpark Elsterwerda.

   
 

Artikel  Spremberg, Lausitzer Rundschau, 22.01.2016

Postsäule schmückt Welzow

Statue soll Besucher in Themen- und Informationspark locken


Fred Bosecke vom TIP präsentiert stolz die soeben vollendet Hoyerswerdsche Postmeilensäule im Maßstab 1:2. Diese soll künftig eine Landmarke auf dem Gelände der Welzower "TIP-Zentrale" bilden.
Foto: trt1

Welzow Die Postmeilensäule auf dem Hoyerswerdaer Markt hat seit neustem eine kleine Schwester. Diese besteht allerdings nicht aus Sandstein wie das Original, sondern aus Kunststoff. Sehenswert aber ist sie allemal.

Darüber hinaus misst das Duplikat in der Höhe lediglich 2,20 Meter, etwa die Hälfte des "richtigen" Exemplars. Kein Wunder, wurde das Unikat aus dem Jahr 1730 im Maßstab 1:2 nachgebaut. Und zwar von Fred Bosecke und seinem Team im Themen- und Informationspark (TIP) "Lausitzer Seenland" in der Welzower Puschkinschule.

Erst kürzlich ist die kleine Postmeilensäule vollendet worden. Natürlich mit den gleichen Städten und Entfernungsangaben wie auf dem Original. Die entsprechenden Bezeichnungen seien nicht etwa nur mit Farbe aufgetragen worden, sondern eigenhändig in den Kunststoff eingraviert, wie Fred Bosecke sagt. Um das Duplikat anzufertigen, sei der begabte Handwerker, der viele Jahre in Hoyerswerda lebte, mehrfach zum Original auf dem Marktplatz der Elsterstadt gereist. Dort wurde die Postmeilensäule fotografiert und genau vermessen.

Die Idee, ausgerechnet dieses Wahrzeichen nachzubauen, sei bereits vor längerer Zeit entstanden. "Wir hatten die Vision, einen originellen Briefkasten am TIP-Eingang aufzustellen. Das sollte eine Postmeilensäule sein", erklärt der Vereinsvorsitzende Frank Brunne. Dieses Ansinnen habe sich allerdings nicht umsetzen lassen.

Nachgebaut wurde die Säule innerhalb eines Jahres trotzdem. Derzeit steht sie noch im Keller der Welzower Puschkinschule, dem Hauptsitz des Vereins. Voraussichtlich ab dem Frühjahr solle das Unikat den Eingangsbereich des weitläufigen Geländes schmücken und Besucher anlocken. Schließlich gibt es dort noch viel mehr zu sehen. Beispielsweise Rathaus, Schloss, Johanneskirche und die Wohnblöcke der Bautzener Allee von Hoyerswerda. Ebenso den Wasserturm von Lauta.

In Bau befände sich derzeit die Knappenroder Energiefabrik, ein Mammutprojekt, wie Frank Brunne weiß. Vor vier Jahren begonnen, sollte die Vollendung 2017 erfolgen. Der Verein habe seit dem Jahr 2007 inzwischen mehr als 100 markante Gebäude aus der Lausitz mittels Unterstützung mehrerer Jobcenter nachgebaut. "Ziel ist es, mit den Modellen Touristen für unsere schöne Gegend zu begeistern", sagt Brunne.

Übrigens: Die Mini-Gebäude in der Welzower Puschkinschule (Spremberger Straße) können täglich von Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 14 Uhr, besichtigt werden.

 

 
 

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